Pfarrkirche Sillian - Maria Himmelfahrt

Baugeschichte
Die Tradition des Gotteshauses reicht zwar weiter zurück,
doch wird erst 1326 zum ersten Mal darüber berichtet.
Auf diesen frühgotischen Bau folgte ein Neubau und von der Innenausstattung blieb nur die hochgotische Marienstatue zurück. Der gotische Bau blieb bis Mitte des 18. Jhdt. unversehrt erhalten.

Im Jahre 1759 übertrug man Josef Adam Mölck die Barockisierung der Kirche.
Rudolf Schraffl dürfte der eigentliche Planer und Bauausführende gewesen sein.
Das Ergebnis ist ein überzeugendes Denkmal spätbarocker Kunst in Tirol.
Als man im 19. Jhdt. das Verständnis für barockes Kunstschaffen verloren hatte,
wollte man die Sillianer Pfarrkirche „regotisieren“. Diese Pläne wurden jedoch nicht umgesetzt, der barocke Raum ist bis heute erhalten.

Nachdem die Innenrenovierung 1951 nur geringe Änderungen umfasste, entschloss man sich zur dringend erforderlichen Generalsanierung. So wurde 1988 die Außenfassade und 1995/96 die Innenrenovierung unter Rupert Messner und der Firma Artess durchgeführt. Die Kirche erhielt einen neuen Volksaltar mit Ambo nach Entwürfen des Osttiroler Künstlers Jos Pirkner.

Kirche
Presbyterium
Hochaltar

Einrichtung
Der Hochaltar wurde vom Tischlermeister Johann Jaufer in Innsbruck im 18. Jhdt. gefertigt. Die Figur ist stilistisch nicht mit der Tradition der Pustertaler Bildhauerkunst vereinbar, sondern der Plastik Oberschwabens zuzuordnen.

Zu den vorderen Seitenaltären zählen der Apostelaltar und der Firmusaltar.
Hintere Seitenaltäre sind der Kreuzaltar und der Familienaltar.
Außerdem ist die Pfarrkirche Sillian mit einer Kanzel, Statuen der 14 Apostel, Kreuzwegstationen und Beichtstühlen ausgestattet.
Die mechanische Schleifladenorgel wurde 1985 durch die Firma Orgelbau Pirchner aus Steinach am Brenner erneuert und auch eingebaut.
Der ca. 62 Meter hohe Kirchturm der Pfarrkirche Sillian stammt im Kern aus
dem 13./14. Jhdt., der schlanke Spitzhelm wurde im 15. Jhdt. hinzugefügt.

Orgel