Expositur Heinfels und Pfarrkirche Tessenberg

Expositurkirche Hll. Petrus und Paulus (Schlosskirche) in Panzendorf
   
St. Peter
St. Peter innen
   
Sicher erfassbar ist der Bau einer Kirche um 1470/80. Im Jahre 1633 wurde die Kirche erweitert. 1951 wurde St. Peter unter Kaplan Anton Stallbaumer renoviert. Die Kirche ist ein einschiffiger Sakralbau mit einem gotischen Gewölbe im Chor.
Kunstgeschichtlich bedeutend ist vor allem das Fresko im linken Chor, das erst bei der Restaurierung 1951 entdeckt wurde.
St. Peter beherbergt eine der wertvollsten Goldschmiedearbeiten Tirols, die Monstranz der Kirche, eine Arbeit des Konstanzer Meisters Heinrich Eglof aus dem Jahre 1596.
Ihre Orgel in St. Peter verdanken die Panzendorfer Peter Vollger aus Arnbach, der auch mehrere andere Instrumente in den umliegenden Kirchen baute.
Der Hochaltar wurde um 1520/25 vom Lienzer Maler Peter Peisch geschaffen.
1949 wurden die durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten Kirchenfenster erneuert.
Nach der Restaurierung wurde in der Heiligen Nacht 1951 die glanzvoll restaurierte Kirche mit einer Lichterprozession eingeweiht.
   
Filialkirche St. Antonius in Panzendorf
 
   
St. Anton
St. Anton innen
   
Das Antoniuskirchl steht am Fuße des Schloßberges, besitzt nur einen Altar und wurde um das Jahr 1693 vom Obermayr Georg Egger erbaut. Seine Weihe erhielt es am 30. August 1694 zu Ehren des heiligen Antonius von Padua.
Im Inneren ist die Kapelle von einer Kuppel überwölbt, die mit Gemälden aus der Antoniuslegende geschmückt ist, die ihrerseits von Sprüchen begleitet sind.
1947 wurde das Kirchlein durch Lukas Arnold aus Klagenfurt, der auch die Franziskanerkirche in Lienz renovierte, erneuert. Dem leichten Bau wurde durch den gelben Gesamtton etwas geschadet.
Zehn Jahre später (1957) stellte Prof. Ernst Pokorny die ursprüngliche Fassung des Kirchleins wieder her.
Der Hauptspruch über dem Triumpfbogen lautet:
"Wer Wunder suecht und Zeichen will, bei St. Antoni vindt er vill ein Thail am Gemähl zu sehen ist Hiezu dein Zuflicht nimb mein Christ".
   
Pfarrkirche Hll. Johannes in Tessenberg
 
   
Tessenberg
Tessenberg innen
   
Die Pfarrkirche Tessenberg wurde im 15. Jhdt. erbaut und 1471 vom Weihbischof Kaspar von Salzburg eingeweiht.
Die heutige Kirche ist dem Hl. Johannes dem Täufer und dem Hl. Apostel Johannes geweiht.
Sie ist im gotischen Stil mit Sternrippengewölbe erbaut. Der Hochaltar wurde vom Altarbauer Wasler in Meran geschaffen. Die Werkstätte des Landesdenkmalamtes restaurierte 1964 den Altarschrein. Die Statuen im Schrein stellen die Hl. Mutter Anna mit Maria und Jesukind sowie die 2 Patronen der Kirche dar. Außerdem ist die Kirche mit mehreren Freskenbildern ausgestattet.
In den Jahren 1964/1965 wurde der Innenraum der Kirche restauriert.
Tessenberg wurde 1786 zur Kaplanei. Als erster Seelsorger wirkte Ignaz Klettenhammer aus Winnebach. Der Kaplan unterrichtete früher auch alle Fächer in der Schule.